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Containerstandorte vermüllen in Gronau/Westfalen

In Gronau/Westfalen sind etliche Containerstandorte über die vergangenen Feiertage zugemüllt worden.

 

Besonders auffällig, zumindest so auffällig, dass es sogar dem Lokalteil der WN eine Titelstory wert war, stach der Standort an der Sudetenstraße in Gronau/Westfalen heraus.

 

vedetis.de wundert sich etwas darüber. Denn die Bilder, welche Sie sehen, wurden nicht im Januar 2019 aufgenommen, sondern schon im Februar 2018.

 

Die Zustände sind also alles andere als neu. Neu ist...

allenfalls, dass nun auch von Problemen mit Katzen und auch von einer Rattenplage die Rede ist.

 

Das mit den Katzen ist allerdings auch nicht wirklich neu, hat sich allenfalls durch den Wegzug von Frau S. in ein Seniorenheim verschärft. Denn bis vor ca. einem Jahr fütterte Frau S. aus der Herzogstraße auf ihrer Terrasse und auch im Haus zeitweise über zehn Katzen.

Logisc,h dass diese Katzen sich stets im Umfeld dieses Gartens aufhielten und wenig Veranlassung sahen, sich in der Sudetenstraße länger aufzuhalten, um dort in den Mülltonnen zu wühlen.

 

Denn es muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Mieter der Wohnungen gegenüber des Containerstandortes entweder über zu wenig Abfallbehälter verfügen oder Mülltrennung nicht beherrschen. Vermutlich ist es eine Mischung aus beidem. Letztlich ist dieses aber auch egal.

Denn Fakt ist, dass diese überfüllten und damit offenen Tonnen natürlich Katzen und Ratten als Futterstelle dienen und einige Bewohner ihren Müll, wenn die Tonnen überfüllt sind, am Container abladen.

 

 

Doch nicht nur einige Bewohner der Sudetenstraße sind als Müllverursacher unterwegs.

Nein, es gibt auch Auswärtige, die mal schnell mit Ihrem PKW vorfahren und dann ihren Müll, bei dem es sich dann nicht mehr "nur" um Hausmüll handelt, am Container zu entsorgen.

Wobei so etwas die Frage des Verstandes aufwirft. Denn wenn sich jemand schon sein Auto vollpackt mit z.B. Matratzen, wieso fährt dieser dann nicht zum Wertstoffhof, um dort seine Sachen zu entsorgen?

Verstehen muss man das nicht.

 

Ebenso wenig muss man verstehen, dass bei der Problematik mit den Vierbeinern in Form von Katzen und Ratten, der Tierschutzverein Gronau und Umgebung mit seinem Tätigkeitsschwerpunkt Katzenschutz, Geld von der Stadt Gronau/Westfalen für die Kastration von Katzen fordert.

Da gäbe es,und Katzenfreunde mögen das jetzt überlesen, eine günstigere und auch effektivere Lösung.

Zugegeben, es wäre die radikalste Lösung und auch eine die vedetis.de nicht zusagt. Einfangen und kastrieren ist da die humanere Art des Umgangs.

Wobei es irgendwie schon verwundert, dass die meisten Menschen, und der Autor nimmt sich da nicht aus, mit Gifteinsätzen gegen Ratten wenig Probleme haben, das Mitgefühl sich in Grenzen hält,  jedoch bei Tötungen von wilden Katzen regelmäßig in Schnappatmung geraten.

 

Was die Kosten für die Kastration und den Aufenthalt bis zur Freilassung betrifft, so wäre  allenfalls über eine Beteiligung seitens der Stadt zu reden. Eine völlige Kostenübernahme dagegen ist überzogen. Denn zum einen erhält der Verein bereits Gelder der Stadt, nimmt auch Spendengelder ein und zum anderen hat es sich der Verein selbst zur Aufgabe gemacht, sich dieses Themas anzunehmen. 

Wenn der Tierschutzverein bei seiner Arbeit, speziell derer von Kastrationen allerdings an finanzielle Grenzen stoßen sollte, muss dieser letztendlich leider seine Ressourcen besser einteilen, sollte dieses dann auch klar gegenüber möglichen Geldgebern so kommunizieren und nicht sofort lauthals für sich Geld einfordern, um eigene Ziele umzusetzen.

Durch lauthalse Forderungen verschreckt man eher, zumal wenn das Image bei einigen Verantwortlichen auf städtischer Ebene nicht optimal ist, mögliche Geldgeber bzw. provoziert eine Abwehrreaktion.

 

Gleiches, nämlich nicht optimal und das ist das Fazit aus der Problematik der Vermüllung von Containerstandorten in der Stadt, ist sicherlich im Fall der Sudetenstraße der gewählte Standort. Denn dieser ist erstens etwas abseits von Häusern, entzieht sich damit einer (sozialen) Kontrolle, liegt zweitens in einem Bereich von Mietshäusern, die drittens einen hohen Anteil von Bewohnern aus unterschiedlichen Kulturkreisen aufweisen.

Dazu gesellt sich dann die erwähnte Problematik, dass vermutlich zu wenig Entsorgungsmöglichkeiten für die Mieter existieren.

Daraus resultierend kann sich nur die Lösung ergeben, diesen Containerstandort und andere ähnlich liegende aufzugeben und im Fall der Sudetenstraße käme eine Überprüfung der ausreichenden Müllentsorgungsmöglichkeiten gemessen an der Bewohnerzahl  hinzu.

 

Wobei hier eine Lösung, die allerdings eine bundespolitische wäre, nicht unerwähnt bleiben darf. Denn eine Abschaffung sämtlicher Container würde zwar nicht generell eine wilde Entsorgung unterbinden, aber sie würde deutlich reduziert werden. Denn jeder dieser Container scheint schließlich wie ein Müllmagnet zu wirken.

Voraussetzen würde das natürlich eine Pfandpflicht auf sämtliche Glasflaschen.

Denn da wo Geld ins Spiel kommt...


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